Investition Iran

Das Hauptinteresse von Iran nach Abschluss des JCPOA (Joint Comprehensive Plan of Action) lag und liegt nicht an reinen Importgeschäften, sondern an der Anwerbung ausländischer Investoren. Diese sollen die in Teilen überalterte Ausrüstung der fertigenden Wirtschaft modernisieren und durch die Aktivitäten vor Ort in großem Umfang Arbeitsplätze schaffen. Damit wird auch eine der Hauptmotivationen der iranischen Regierung deutlich, die in der dringend erforderlichen Reduktion der hohen Arbeitslosenquote im Land liegt. Gleichzeitig liegen die als notwendig budgetierten Investitionen (manche Quellen reden von Beträgen über EUR 50 Mrd. p.a.) derart hoch, dass diese Beträge aus eigene Ressourcen (z.B. Exporten von Öl und Gas) selbst so ohne weiteres nicht realisiert werden können.

Die Regierung in Tehran hat daher den so genannten FIPPA (Foreign Investment Promotion and Protaction Act) verabschiedet, der ausländischen Investoren diverse Vorteile (u.a. steuerlicher Art) zusichert. Entsprechende Vorhaben werden nach Registrierung bei der staatlichen Investitionsbe-hörde OIETAI (Organization for Investment, Economic and Technical Assistance of Iran) mit einem besonderen Investitionsschutz ausgestattet, der die Attraktivität des Standortes verstärken soll.

Hat man Sie bereits auf Investitionen vor Ort angesprochen und überlegen Sie Strategien?

Investitionen im Nicht-EU-Ausland bedürfen zweifellos einer genauen Marktsondierung und im Zweifel immer eines vorherigen Markteintrittes (z.B. über ein Verkaufsbüro), um überhaupt die Gegebenheiten vor Ort einschätzen zu können. Dass der Markt Iran ein immenses Potential für Geschäft verspricht, ist schon mit Blick auf die nicht kleine Bevölkerung (mit rd. 80 Mio in etwa gleich groß wie Deutschland) und das im Vergleich geringere Bruttoinlandsprodukt klar ersichtlich.

In Iran benötigen Sie schon aus sprachlichen und kulturellen Gründen einen lokalen Partner, den es im Vorfeld gut, bedacht und ggfls. mit Unterstützung auszusuchen gilt. Hier gemachte Fehler können empfindlich finanziell nachwirken und sind nach aller Möglichkeit auszuschließen.

Haben Sie die Investitionsentscheidung positiv gefällt und wollen zur Tat schreiten?

Abgesehen von der zweifellos erforderlichen juristischen Unterstützung für ein solches Vorhaben, bei dem wir über unsere Netzwerkpartner gerne helfen, stellt sich üblicherweise die Frage, wie eine Investition im Ausland durch hiesige Instrumente besichert werden kann. Hierfür bietet der Bund über den Mandatar PwC so genannte Investitionsgarantien an, die beantragt werden können.

Nicht inkludiert ist hier automatisch eine Refinanzierung des Investitionsbetrages über eine Bank. Da ein Finanzgeber üblicherweise nicht auf Sicherheiten in Iran wie Übereignungen und Pfandrechte abstellen kann und will, sind andere Lösungswege in Betracht zu ziehen. Ggfls. hinderlich ist hierbei der Zweck der Investition, da damit auch (geschäfs-)politische Fragestellungen ausgelöst werden.

Rat, Hilfe und Empfehlungen bekommen Sie bei uns  und unseren Netzwerkpartnern.

Ihr kompetenter Partner

Reiner Jahn
Reiner Jahn

+49 2833-573314

Fragen Sie unverbindlich an!