Bestellerkredite

Was ist das und wie unterscheiden Sie den Bestellerkredit von einem Lieferantenkredit?

Der Bestellerkredit, auch Finanzkredit oder gebundener Finanzkredit genannt, ist ein liefergebundener Kredit, der einem Käufer (Importeur) von einem Kreditinstitut gegeben wird, um seine Zahlungsverpflichtung gegenüber seinem Lieferanten (Exporteur) zu begleichen.

Dieser Kredit findet primär Einsatz im Exportgeschäft, wobei oftmals Volumina von mind. EUR 5 Mio pro Einzelgeschäft vorausgesetzt werden. Die Absicherung des Bestellerkredites erfolgt über die Ausfuhrgewährleistung der Bundesrepublik Deutschland (so genannte Hermes-Deckung) im Rahmen einer Exportkreditversicherung. Die Ausfuhrgarantie des Bundes zur Absicherung wirtschaftlicher und politischer Risiken für diese gebundenen Finanzkredite umfasst die Verbindlichkeiten des Importeurs aus dem Warengeschäft sowie die auf den Bestellerkredit entfallenden Kreditkosten.
Der Lieferant bzw. Exporteur erhält sein Geld bei einem Bestellerkredit üblicherweise nach Lieferung bzw. nach Vorlage der vorher definierten Lieferdokumente und ist dann nicht mehr in das Kreditrisiko beim Abnehmer bzw. im politischen Schadensfall involviert.

Im Gegensatz dazu gibt es den Lieferantenkredit, bei dem der Lieferant dem Besteller direkt ein Zahlungsziel einräumt und damit selbst als Kreditgeber auftritt. Das Erfordernis einer Lieferantenkredites mag sich ergeben, weil z.B. die probate Größenordnung eines Bestellerkredites mit dem einzelnen Liefergeschäft nicht erreicht wird oder die Eile eine andere Variante nicht erlaubt.

Geben Sie den Bestellerkredit oder wie sind die Abläufe?

Ob der Bestellerkredit oder Finanzkredit durch eine hiesige Bank direkt an Importeur oder an eine seiner Banken vergeben werden kann, hängt von Bonitätsfaktoren und der vorgegebenen Deckungslage des Bundes ab. Letztere kann individuell beim Bund erfragt bzw. auf den AGA-Seiten des Bundes im Internet nachgelesen werden. Hilfestellung geben hier auch auf diese Geschäfte spezialisierte Berater und im internationalen Geschäft tätige Banken.

Der Vorteil des Bestellerkredites liegt eindeutig darin, dass mit diesem Instrument dem Abnehmer einer Finanzierungsquelle für das Geschäft erschlossen wird, während der Lieferant selbst nicht seine eigene Liquidität in der Absatzfinanzierung bindet. Durch die enge Koppelung an das individuelle Ausfuhrgeschäft wird üblicherweise auch sichergestellt, dass die Auszahlungen unter dem Finanzkredit nur an den Exporteur gegen Vorlage der vordefinierten Dokumente erfolgen.

Wer kann Ihnen da helfen?

Für den nicht exportfinanzierungserfahrenen Lieferanten wirkt das System des Bestellerkredites oftmals recht komplex und führt in der Anbahnung zuweilen zur Verunsicherung. Die Begleitung durch Spezialisten auf diesem Gebiet hat aber nicht selten geholfen, für Exporteure zusätzliches Marktpotential zu heben, das ohne dieses Instrument nicht hätte erschlossen werden können.

Ich stehe Ihnen da gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.

Ihr kompetenter Partner

Reiner Jahn
Reiner Jahn

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