Aktuelle Länderinformationen

Die Schwerpunkte der von mir aktiv verfolgten Länder und der dort gegebenen Finanzierungsmöglichkeiten haben sich naturgemäß über die Jahre mehrfach verändert. Während vor langer Zeit der so genannte Ostblock und auch die Türkei die Hauptmärkte für das klassische Forfaitierungsgeschäft waren, stellte sich später die gesamte Balkan-Region in meinem Hauptfokus, so dass ich zum Spezialisten für Länder wie Rumänien, Bulgarien, Serbien und andere avancierte.

Die deutliche Erweiterung der EU und die massiv verbesserte globale Liquiditätsversorgung durch Syndizierungen u.ä. haben dann zu einer erneuten Verlagerung auf Länder geführt, die durch politische und andere Gegebenheiten in der Liquidität angespannt sind oder aus sonstigen Gründen von der klassischen Finanzindustrie nur bedingt bedient werden. Parallel dazu gibt es natürlich auch aus schon entwickelten Schwellenländern projektbezogene Finanzierungsanfragen, für die ein vollumfängliches Standardprodukt so ohne weiteres am Markt nicht erhältlich ist.

    • Iran: Joint Plan of Action Agreement bis Jan. 2016 verlängert mit Ausblick auf (sukzessive) Aufhebung aller Sanktionen. Politische Unsicherheiten noch nicht beseitigt. Derzeit noch massive Zurückhaltung in der Finanzindustrie. Direkt-Clearing in USD und EUR noch nicht wiederhergestellt. Eröffnung von Akkreditiven (über SWIFT) zeitlich noch nicht absehbar. Derzeit hier noch Hilfestellung für Exporteure bei der Eröffnung von Inlandskonten zum Erhalt von Zahlungen. Ferner Vorbereitung von Absicherungsmechanismen, damit dokumentäres Geschäft (sobald wieder technisch darstellbar) in Deckung genommen werden kann. Exporteure sollten Lieferverträge dringend weiterverhandeln. Bei den Themen „Iran absichern“ und „Iran finanzieren“ sind Sie auf jeden Fall auch schon jetzt hier an der richtigen Stelle.
    • Lybien: Bürgerkrieg und Devisenbewirtschaftung erschweren die Eröffnung von Akkreditiven.
      Deckungsmöglichkeiten existieren aber noch und können abgefragt werden.
    • Ukraine: Staatsbankrott konnte immer nur kurzfristig abgewendet werden. Steigende Zahl von Banken-Liquidationen. Deutliche Handelsabschwächung in allen Bereichen. Akkreditivabwicklungen insbesondere mit Nachsichtzahlungsfristen z. Zt. schwierig.
    • Weiß-Russland: Massive wirtschaftliche Abhängigkeit von der Russischen Föderation. Deutliche Zurückhaltung bei Geschäften mit dortiger öffentlicher Hand. Individuelle Betrachtung jedes Einzelgeschäfts erforderlich.
    • BRIC (Brasilien, Russland, Indien, VR China): Merkliche Abschwächung des volkswirtschaftlichen Wachstums in Brasilien und China. Zahlungs- und Finanzierungsabwicklung bei allen Ländern mit Ausnahme von Russland (nicht zuletzt aufgrund von Sanktionen) unverändert unproblematisch. Daher Eignung dieser drei Länder auch für die Standardisierte Exportfinanzierung.
    • Mexiko: Weitgehend gute Zahlungserfahrungen, auch mit Finanzierungen. Problematisch noch
      der mexikanische Umgang mit Wechseln und die oftmals festzustellende Publizitätsscheu mexikanischer Unternehmen im Hinblick auf Jahresabschlüsse.
    • Griechenland: Bekannte Problematik einschließlich Kapitalverkehrskontrollen, wobei Devisengenehmigungen in Athen für die Bezahlung von Importen (noch) erhältlich sind. Zunehmende Zurückhaltung von Risikoträgern bei der Absicherung von Risiken.

Stand: Oktober 2015


Dies sind wie bereits benannt nur beispielhafte Nennungen. Gerne übermittele ich Ihnen auch Informationen zu aktuellen wirtschaftlichen Daten und Erfahrungen bzw. empfohlenen Zahlungsabwicklungen bei allen anderen Ländern dieser Welt. Eine Länderliste mit Angabe von denkbaren Finanzierungs- und Risikolaufzeiten ist auf Anfrage ebenfalls erhältlich. Für die kaufmännische Abwicklung bei Liefergeschäften stehe ich Ihnen natürlich auch gerne beratend zur Verfügung.